Einsatzdetails:
Einsatzmeldung: Unwetter vom 14. Juni*
Alarmstufe: Alst. 5
Alarmiert über: Kant. Notrufzentrale 118
Einsatzart: Elementar
Datum/Zeit: 14. Juni 2025, 18:51 Uhr
Einsatzort: Salez, Sennwald, Frümsen, Sax
Fahrzeuge: Kommandowagen, Mannschaftstransporter, Materialtransporter, Rüstwagen, Tanklöschfahrzeug
Weitere Kräfte: FW Werdenberg-Süd
Einsatzbericht:
Am 14. Juni 2025 mussten wir zu insgesamt 11 Wasserwehr Einsätzen und einem vermuteten Brand aufgrund des Unwetters ausrücken.
Diverse Keller wurden ausgepumpt.
Der Brand entpuppte sich als Blitz-Einschlag, welcher einen Teil des Daches beschädigte und zugleich einen Stromausfall in diesem Gebiet verursachte.
Nach dem Absuchen mit Wärmebildkameras konnte kein Brand festgestellt werden.
Das Dach wurde mit Hilfe des Hubretters der FW Werdenberg-Süd provisorisch wieder abgedichtet.
Bericht W&O
Die Gewitterzellen, die sich am Samstagabend über der Zentral- und Ostschweiz entluden, hatten es in sich, sagte SRF-Meteorologe Thomas Bucheli in der Abendausgabe von «SRF Meteo». Weil sie sich kaum von der Stelle bewegten, ergossen sie sich mit voller Wucht auf kleinstem Raum. Besonders viel Regen und Hagel bekam Salez ab. So viel, dass Bucheli den Ort in der Sendung eigens erwähnte. Und tatsächlich: Die Wetterstation in Salez registrierte am Samstag eine Niederschlagsmenge von sage und schreibe 73,9 Millimetern pro Quadratmeter. Ein Grossteil davon dürfte innerhalb einer Stunde gefallen sein. Zum Vergleich: Ab 50 Millimetern innerhalb eine Stunde ist in der Meteorologie von einem heftigen Starkregenereignis die Rede.
Es liegt also auf der Hand, dass die Feuerwehr Sennwald alle Hände voll zu tun hatte. Kommandant Marco Bertoldi bestätigt auf W&O‑Anfrage, dass die Einsatzkräfte zwölfmal ausrücken mussten – elfmal davon wegen Wassereinbrüchen, einmal wegen eines Blitzeinschlags in ein Haus. Letzterer habe aber nur einen kleinen sichtbaren Schaden verursacht. Verletzt wurde beim Unwetter niemand. Aber: «Weil innerhalb von 30 Minuten alle Notrufe reinkamen, mussten wir priorisieren», sagt Bertoldi.
*Genauer Einsatzort aus Datenschutzgründen möglicherweise anonymisiert.

